Einspeisevergütung 2026: Voll- oder Teileinspeisung?
Read in EnglishPV-Anlage 2026: Jetzt noch die Vergütung sichern
Du überlegst, eine Solaranlage aufs Dach zu setzen — oder hast schon eine und fragst dich, ob Voll- oder Teileinspeisung besser ist? Die Entscheidung wird 2026 besonders dringlich, denn die EEG-Reform 2027 könnte die Einspeisevergütung für neue Anlagen komplett abschaffen.
Kurz & knapp: Teileinspeisung bringt bei einer 10-kWp-Anlage rund €1.372/Jahr (Eigenverbrauch-Ersparnis + Einspeisevergütung). Volleinspeisung nur €1.172/Jahr. Die Amortisation liegt bei 10-12 Jahren. Wer 2026 installiert, sichert sich die Vergütung für 20 Jahre — ab 2027 droht der Wegfall.
Aktuelle Einspeisevergütung 2026
Für PV-Anlagen bis 10 kWp gelten 2026 folgende Sätze nach § 48 EEG:
| Einspeiseart | Vergütung (ct/kWh) | Beschreibung |
|---|---|---|
| Teileinspeisung | 7,78 | Eigenverbrauch + Überschuss einspeisen |
| Volleinspeisung | 12,34 | Gesamter Strom ins Netz |
Die Sätze sinken halbjährlich um ca. 1% (Degression). Wer früher installiert, sichert sich den höheren Satz für 20 Jahre.
So rechnest du: Voll- vs. Teileinspeisung
Grunddaten für das Rechenbeispiel
- Anlagengröße: 10 kWp
- Jahresertrag: 950 kWh/kWp (Durchschnitt Deutschland)
- Gesamte Jahresproduktion: 10 × 950 = 9.500 kWh
- Eigenverbrauchsanteil: 30% (ohne Batterie)
- Netzstrompreis: 30 ct/kWh
- Installationskosten: €1.400/kWp = €14.000 gesamt
Teileinspeisung
Du verbrauchst 30% selbst und speist 70% ins Netz ein.
- Eigenverbrauch: 9.500 × 30% = 2.850 kWh × €0,30 = €855 Ersparnis
- Einspeisung: 9.500 × 70% = 6.650 kWh × €0,0778 = €517,37 Vergütung
- Jährlicher Vorteil: €1.372,37
- Amortisation: €14.000 ÷ €1.372 = 10,2 Jahre
- 20-Jahres-Ertrag: €1.372 × 20 − €14.000 = €13.440
Volleinspeisung
Der gesamte Strom geht ins Netz.
- Einspeisung: 9.500 kWh × €0,1234 = €1.172,30 Vergütung
- Amortisation: €14.000 ÷ €1.172 = 11,9 Jahre
- 20-Jahres-Ertrag: €1.172 × 20 − €14.000 = €9.440
Ergebnis
Teileinspeisung bringt €200/Jahr mehr — und amortisiert sich 1,7 Jahre schneller. Der 20-Jahres-Mehrertrag beträgt €4.000.
Mit Batteriespeicher
Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch von 30% auf ca. 65-80%. Bei 70% Eigenverbrauch:
- Eigenverbrauch: 6.650 kWh × €0,30 = €1.995 Ersparnis
- Einspeisung: 2.850 kWh × €0,0778 = €221,73
- Jährlicher Vorteil: €2.216,73
Aber: Ein Speicher kostet ca. €5.000-8.000 zusätzlich. Die höhere Ersparnis muss die Mehrkosten decken.
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Steuervorteile für PV-Anlagen
Seit 2023 gelten erhebliche Erleichterungen:
- 0% Mehrwertsteuer auf Kauf und Installation (§ 12 Abs. 3 UStG)
- Einkommensteuerbefreiung für Anlagen bis 30 kWp (§ 3 Nr. 72 EStG)
- Kein Gewerbe anmelden nötig
- Keine Steuererklärung für die PV-Einnahmen erforderlich
EEG-Reform 2027: Das musst du wissen
Der aktuelle Gesetzesentwurf sieht vor, dass neue PV-Anlagen ab 2027 keine feste Einspeisevergütung mehr erhalten. Stattdessen sollen Betreiber ihren Strom am Spotmarkt verkaufen — was für kleine Dachanlagen deutlich komplizierter und weniger planbar ist.
Wichtig: Wer seine Anlage noch 2026 in Betrieb nimmt, sichert sich die aktuelle Vergütung für die gesamten 20 Jahre. Das ist ein starkes Argument, die Installation nicht aufzuschieben.
Häufige Fehler vermeiden
- Eigenverbrauch unterschätzen — Selbst verbrauchter Strom spart €0,30/kWh, eingespeister Strom bringt nur €0,078. Maximiere den Eigenverbrauch!
- 2027-Deadline ignorieren — Wer erst 2027 installiert, hat möglicherweise keinen Anspruch auf die feste Vergütung mehr.
- Speicher zu früh kaufen — Ein Speicher lohnt sich erst, wenn der Eigenverbrauchsanteil ohne Speicher niedrig ist und die Speicherpreise weiter sinken.
- Degression vergessen — Die Vergütungssätze sinken halbjährlich um 1%. Je früher du installierst, desto höher dein Satz für 20 Jahre.
So hilft Restio
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- Weitere Absetzungen finden — neben der PV-Anlage gibt es weitere Absetzungsmöglichkeiten für Hausbesitzer, wie Werbungskosten und Handwerkerleistungen
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Fazit
Teileinspeisung lohnt sich für die meisten Hausbesitzer mehr als Volleinspeisung — der Eigenverbrauch spart fast das Vierfache der Einspeisevergütung. Bei einer 10-kWp-Anlage sind das €1.372/Jahr und eine Amortisation von 10,2 Jahren. Die EEG-Reform 2027 macht Installation in 2026 besonders attraktiv: Wer jetzt seine Anlage in Betrieb nimmt, sichert sich die Vergütung für 20 Jahre.
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Häufig gestellte Fragen
Wird die Einspeisevergütung 2027 wirklich abgeschafft? ▼
Der aktuelle Gesetzesentwurf zur EEG-Reform sieht vor, dass neue PV-Anlagen ab 2027 möglicherweise keine feste Einspeisevergütung mehr erhalten. Stattdessen sollen Betreiber ihren Strom am Markt verkaufen. Wer 2026 installiert, sichert sich die aktuelle Vergütung für 20 Jahre.
Wie lange ist die Einspeisevergütung garantiert? ▼
20 Jahre ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme, plus das verbleibende Kalenderjahr. Wer also im Juni 2026 seine Anlage in Betrieb nimmt, erhält die Vergütung bis Ende 2046.
Teileinspeisung oder Volleinspeisung — was lohnt sich mehr? ▼
In den meisten Fällen lohnt sich Teileinspeisung mehr, weil der gesparte Netzstrom (ca. 30 ct/kWh) deutlich mehr wert ist als die Einspeisevergütung (7,78 ct/kWh). Nur bei sehr niedrigem Eigenverbrauch (unter 10%) kann Volleinspeisung sinnvoller sein.
Muss ich Steuern auf Solareinnahmen zahlen? ▼
Nein. Seit 2023 sind Einnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Außerdem gilt 0% Mehrwertsteuer auf Kauf und Installation (§ 12 Abs. 3 UStG). Keine Steuererklärung nötig, kein Gewerbe anmelden.
Was kostet eine typische PV-Anlage? ▼
Eine 10 kWp Anlage kostet 2026 etwa 1.200-1.600 €/kWp inkl. Installation, also 12.000-16.000 € gesamt. Durch die 0% MwSt. seit 2023 sparst du zusätzlich die Umsatzsteuer. Ein Batteriespeicher kostet ca. 800 €/kWh zusätzlich.